Nina Bach, M.A.

Ich bin in Polen geboren, aber in den USA und Kanada aufgewachsen. Englisch ist folglich meine Muttersprache; bis heute genieße ich es, auf Englisch zu schreiben, lesen und sprechen.

Als ich elf war, zog meine Familie nach Deutschland – zu dieser Zeit hatte ich kaum Deutschkenntnisse. Ich hatte also nicht nur die normale Laufbahn am Gymnasium zu bewältigen, sondern musste eine neue Sprache lernen. Trotzdem habe ich ein gutes Abitur abgeschlossen. Heute spreche ich so deutsch, dass andere mir nicht glauben, dass es nicht meine Muttersprache ist.

Schon früh wurde mir klar:

Nur dank erfolgreichem Lernen bin ich so weit gekommen.

Mein Interesse am Lehren und Lernen führte zu einem Studium der Bildungswissenschaft in Freiburg. Viele interessante Projekte und Nebentätigkeiten brachten mich zu meinem heutigen Schwerpunkt in der Hochschuldidaktik. An dieser schätze ich besonders den dynamischen Austausch mit Lernenden der unterschiedlichsten Fachrichtungen.

Das Lehren und Lernen ist etwas grundsätzlich Menschliches, jedoch wissen die meisten Menschen sehr wenig darüber, wie es gelingen kann. Sie kämpfen mit Motivationsproblemen, Prokrastination und nutzen ungeeignete Lernstrategien, die sie unnötig viel Zeit und Ressourcen kosten. Deshalb unterstütze ich Studierende und Auszubildende mit großer Freude darin, ihr persönliches Lernverhalten auf einer wissenschaftlich fundierten Basis zu optimieren.

Philosophie

Auf folgende Qualitäten lege ich in meiner Arbeit besonders viel wert:

Ich lege Wert auf Forschungsnähe in meiner Arbeit. Objektive, valide und reliable Studien aus der Psychologie (vor allem Kognitions- und Lernpsychologie), der Neurowissenschaft, aber auch aus anderen Disziplinen geben uns wertvolle Informationen über das menschliche Lernen.

Sowohl meine eigenen Handlungen als Lehrperson als auch die Empfehlungen, die ich an Lernende weitergebe, sind möglichst evidenzbasiert.

Letztendlich interessieren sich Lernende nicht für Forschung und Theorie, sondern sie möchten Kompetenzen für ihren Alltag erwerben. Deshalb ist Praxisnähe von großer Bedeutung für mich. Dies bedeutet, dass ich die Teilnehmenden bei einer Übertragung der Inhalte in ihren Alltag begleite. Das erfordert eine aktive Auseinandersetzung durch die Teilnehmenden. Denn selbst die besten Praxistipps sind nutzlos, wenn sie im Alltag vergessen werden.

Ich habe eine Ausbildung in personzentrierter Gesprächsführung absolviert und bin entsprechend stark geprägt von den drei Grundwerten des Ansatzes: Eine Lehrperson muss authentisch sein, Fehler einräumen, ihre eigene Persönlichkeit in die Lehre einbringen. Nur so entsteht eine offene Atmosphäre, in der Lernende ebenso mit ihrer ganzen Persönlichkeit aktiv sein können.

Außerdem ist Empathie unabdingbar für die Lehre – eine Lehrperson muss sich in die Bedürfnisse und Probleme der Lernenden einfühlen und für deren Feedback offen sein.

Nicht zuletzt ist Wertschätzung sehr wichtig für eine gute Arbeitsatmosphäre. Nur, wer alle Lernenden wertschätzend behandelt, kann glaubwürdig lehren. Die Lernenden müssen spüren, dass ihre Anliegen wichtig sind und dass gemeinsam an einer Lösung gearbeitet wird.

Lernende sind heterogen, und gerade beim Lernen sind persönliche Vorlieben und Voraussetzungen von großer Bedeutung. Ich lege deshalb großen Wert darauf, dass jede/r den persönlich besten Weg zum besseren Lernen finden kann. Das heißt nicht, dass ich auf Lernstile eingehe, denn diese sind wissenschaftlich seit einiger Zeit widerlegt. Vielmehr bedeutet das, dass ich eine Bandbreite an Ideen und Impulsen anbiete und den Teilnehmenden zeige, wie sie mit Experimentieren und Reflexion herausfinden, was am besten zu ihnen passt.

Lernende müssen aktiv werden, um Inhalte zu erinnern, transferfähig zu machen, auf ihren Alltag zu beziehen und um ihr Lernverhalten zu optimieren. Deshalb setze ich viele aktivierende Methoden ein und vermeide längere Inputphasen. Mehr dazu können Sie in meiner Liste von Methoden, die ich häufig einsetze, lesen.

Berufliche Erfahrung

Seit 2019

Lehrbeauftragte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Leitung zweier Seminare zum Thema “Bildungssysteme im internationalen Vergleich”)

Seit 2015

Selbständige Dozentin (Durchführung von Workshops für Studierende und Auszubildende rund um das Lernen und Selbstmanagement)

Seit 2018

Instructional Designer bei Hanke Teachertraining

2018

Tutorin am Universitätsklinikum Freiburg (Leitung zweier Tutorate für Medizinstudierende im Lehrprojekt „Wissenschaftliches Denken und Handeln“)

2015-2018

Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Erziehungswissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Unterstützung der Lehre durch Verwaltung, ILIAS-Gestaltung, Kommunikation mit Studierenden, Kontrolle von Leistungsnachweisen)

2015

Praktikum als Instructional Designer bei der IMC AG Freiburg (Verfassung von Drehbüchern für E-Trainings und Videos für die betriebliche Weiterbildung)

2013-2015

Studentische Hilfskraft bei der Institutsleitung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF (Verwaltungsarbeit, Übersetzungen, Veranstaltungsbetreuung)

2012-2014

Studentische Hilfskraft am Institut für Erziehungswissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Durchführung von Befragungen, Datenauswertung im Projekt LeScEd)

Ausbildung

2015-2018

Masterstudium an der Albert- Ludwigs-Universität Freiburg Bildungswissenschaft – Lehren und Lernen (1,0)

Masterthese: „Hilft Selbstmitgefühl gegen studentische Prokrastination?“

2012-2015

Bachelorstudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Bildungsplanung und Instructional Design (Hauptfach, 1,2)

Volkswirtschaftslehre (Nebenfach, 2,5)

Bachelorthese: „Entwicklung eines Trainingskonzepts für die effiziente Nutzung der Software cobra CRM“

2011

Abitur am Rupert-Neß-Gymnasium Wangen (1,5)

Publikationen

Bach, N. (2019). Achtsames Lehren und Lernen an der Hochschule. In U. Hanke (Hrsg.), Besser lehren in der Zukunft und für die Zukunft. Weinheim: Beltz Juventa.

Hanke, U.. & Bach, N. (2018). Spotlights und Special Interest Groups (SIGs). In Zimmermann, T., Thomann, G., &  Da Rin, D. (Hrsg.), Weiterbildung an Hochschulen: Über Kurse und Lehrgänge hinaus (S. 194-207). Bern: hep verlag. 

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