Workshops

In meinen Workshops erhalten Studierende und Auszubildende Impulse für ein neues, effektiveres Lernverhalten.

Mehr über Inhalte, Methoden und Formate können Sie hier erfahren.

Inhalte: Lernen lernen und mehr

In meinen Workshops werden wissenschaftliche Erkenntnisse praxistauglich. Große Themenbereiche wie das selbstregulierte Lernen, die Motivation, Lernstrategien, Selbstdisziplin oder Achtsamkeit werden systematisiert, überschaubar und alltagsnah bearbeitet.

Unter dem Begriff des selbstregulierten Lernens fasst die Forschung die wichtigsten Erkenntnisse aus der Lernforschung zusammen. Der Ansatz des selbstregulierten Lernens ist also der Königsweg, um das “Lernen zu lernen”.

Die Vorteile eines selbstregulierten Lernens sind zahlreich:

  • Wissen wird schneller erworben und nachhaltiger erinnert.
  • Der Transfer von Wissen und Kompetenzen steigt.
  • Die Motivation ist stabiler.
  • Es wird zeiteffizient gelernt.

Angestrebte Kompetenz: Die Lernenden regulieren ihren Lernprozess, indem sie ihn planen, überwachen und reflektieren, angemessene und effektive Lernstrategien einsetzen, effizientes Zeitmanagement betreiben, ihre Lernumgebung lernförderlich gestalten und ihre Motivation erfolgreich regulieren.

Die Motivation und Prokrastination sind große Themenbereiche, die von Lernenden sehr individuell erlebt werden. Ich fokussiere mich deshalb gerne auf die Theorien, die eine besonders gute Basis in der Forschung haben, aber auch praxistauglich sind:

Angestrebte Kompetenz: Die Lernenden regulieren ihre Motivation, sodass sie langfristig wie auch kurzfristig Ressourcen aktivieren können, um einen Antrieb zum Lernen zu finden. Sie prokrastinieren wenig oder gar nicht.

Wenn die Motivation versagt, wird Selbstdisziplin benötigt. Die Willensstärke lässt sich nämlich trainieren und hilft, Ziele effektiv zu erreichen. Eine wirksame Selbstdisziplin besteht allerdings nicht (nur) darin, den “inneren Schweinehund” zu unterdrücken. Vielmehr müssen alle inneren Persönlichkeitsanteile “an einem Strang” ziehen. Dafür ist die Arbeit mit Zielen, Methoden sowie inneren Einstellungen unabdingbar.

Angestrebte Kompetenz: Die Studierenden haben eine starke, zuverlässige Selbstdisziplin, die sie in jeder Situation erfolgreich anwenden können.

Achtsamkeit ist nicht gleich Meditation. Es handelt sich dabei vielmehr um eine metakognitive Fähigkeit, welche für das selbstregulierte Lernen unverzichtbar ist. Da heutzutage überall Ablenkungen in Form von Smartphone und Co. zu finden sind, benötigen Lernende mehr denn je Achtsamkeit beim Lernen.

Angestrebte Kompetenz: Die Lernenden verstehen, inwiefern Achtsamkeit den Lernprozess unterstützen kann. Sie regulieren ihre Aufmerksamkeit durch formelle und informelle Achtsamkeitsübungen sowie Lernstrategien. Sie begleiten ihren Lernprozess achtsam und passen ihr Lernverhalten an die aktuellen Bedürfnisse an.

 

Die meisten Menschen sind sehr selbstkritisch. Selbstmitgefühl verbessert die Beziehung zu sich selbst. Es besteht aus drei Komponenten:

  1. Erkennen, dass die eigene Situation schwer ist (ohne sie zu verdrängen).
  2. Sich daran erinnern, dass es alle Menschen im Leben mal schwer haben.
  3. Nett zu sich sein; sich selbst Glück und weniger Stress wünschen.

Selbstmitgefühl schützt vor Burnout, krankhaftem Perfektionismus und der Angst vor Versagen. Es hängt mit Glück, Wohlbefinden und allgemeiner Lebenszufriedenheit zusammen. Beim Lernen kann Selbstmitgefühl besonders hilfreich sein – denn Lernende haben keinen Feierabend, sie müssen Prüfungen und Aufgaben alleine bewältigen.

Angestrebte Kompetenz: Die Lernenden nehmen beim Lernen eine selbstmitfühlende Haltung zu sich selbst ein, sodass sie keine Blockaden aufgrund von Selbstkritik oder Angst vor Versagen erleben.

Obwohl es in der Schule zahlreiche Klausuren und Prüfungen gibt, haben die meisten jungen Erwachsenen nicht gelernt, sich optimal auf eine Prüfung vorzubereiten.

Folgende Bausteine helfen Lernenden, sich auf Prüfungen erfolgreich vorzubereiten und während der Prüfung die bestmögliche Leistung zu erbringen:

  • Inhalte und Aufgabenformate bestimmen
  • Inhalte gliedern
  • Lernstrategien herleiten
  • Lernplan erstellen
  • Lernplan laufend anpassen
  • Umgang mit Prüfungsstress und -angst
  • Prüfungen optimal bearbeiten

Angestrebte Kompetenz:

Die Teilnehmenden bereiten sich rechtzeitig, strukturiert und effizient auf Prüfungen vor. Sie regulieren und modulieren ihr Lernverhalten fortlaufend, um die bestmögliche Vorbereitung zu ermöglichen. Sie bearbeiten Prüfungen effizient und reflektieren sie anschließend. Bei ggf. auftretender Prüfungsangst setzen die Teilnehmenden bewusste Methoden zur Abhilfe ein.

 

Mit altertümlicher Weisheit zu mehr Gelassenheit finden?

Lange vor der Geburt der modernen Psychologie entwickelten die Stoiker sehr raffinierte Theorien über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Ihre Empfehlungen zur Regulation der Kognition, Emotionen und Motivation sind inzwischen größtenteils in wissenschaftlichen Studien bestätigt worden und werden in immer mehr Büchern thematisiert.

Studierende und Auszubildende profitieren von diesen altertümlichen Weisheiten, die sich im Alltag sofort anwenden lassen:

  • Sorgen vermeiden dank der Dichotomie der Kontrolle
  • Negative Visualisierung nutzen, um emotionale Stabilität zu finden
  • Ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln mithilfe von kritischer Reflexion
  • Die Motivation verbessern anhand der Werte des guten Lebens
  • Gelassenheit finden im Umgang mit schwierigen Personen und Situationen

Angestrebte Kompetenz: Die Lernenden nutzen Techniken der stoischen Philosophie, um ihre Emotionen und Motivation zu regulieren.

Formate: nicht nur Präsenz

Präsenz ist nur der Anfang.

Der Klassiker: ein Präsenztag von 7-8 Stunden Arbeitszeit.

Inhalte, die nicht so umfangreich sind, können auch in einem halben Präsenztag von 3-4 Stunden Arbeitszeit thematisiert werden.

Die Vor- oder Nachbereitung eines Workshops in einer Online-Lernumgebung eröffnet zahlreiche didaktische Möglichkeiten. Eine Online-Nachbereitung ermöglicht z. B. die nachhaltige Begleitung von langfristigen Veränderungsprozessen. Mithilfe von Peerfeedback, Reflexionsanregungen und Austausch in Foren entstehen Wissensgemeinschaften, die ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Ich kenne mich mit den gängigen LMS aus (besonders Moodle und ILIAS) und gestalte dort gerne Lernumgebungen, die den Praxisbaustein ergänzen.

Dies ist eine Form von Blended Learning, welche ein besonderes Augenmerk verdient.

Im Flipped Classroom werden Inhalte in einer Online-Lernumgebung vorbereitet, die Präsenzzeit kann also mit Übung, Diskussion, Vertiefung und Reflexion gefüllt werden. Das hat den Vorteil, dass die Lernenden sich im Voraus individualisiert mit dem Thema beschäftigen können; sie kommen mit dem gleichen Vorwissen in den Workshop. Dieser wird zudem viel spannender und motivierender.

Die Vorbereitung in der Online-Lernumgebung kann ganz vielseitig gestaltet werden. Es können z. B. Texte, Videos, Aufgaben, Quizze eingesetzt werden – je nach Thema und didaktischem Design.

Ein Webinar ermöglicht synchrone Zusammenarbeit mit aktivierenden Elementen – ganz ohne Präsenz.

Methoden: aktivierend und motivierend

Methoden sollten eine gute Arbeitsatmosphäre erzeugen und das Lernen fördern. Deshalb setze ich auf aktivierende Methoden, die motivierend, aber auch anregend sind. Die folgenden Methoden zählen zu den effektivsten und beliebtesten Lehrmethoden, die ich einsetze.

Zu Beginn der Lehrveranstaltung werden Missionen an Gruppen oder Paare vergeben. Es kann z. B. eine Mission sein, alle thematisierten Theorien kritisch zu betrachten oder einen Lernslogan zu den Inhalten zu entwickeln. Während der Veranstaltung sind die Lernenden aufmerksamer, weil sie ihre Mission erfüllen müssen. Am Ende der Veranstaltung sammeln die Gruppen ihre Ergebnisse und präsentieren sie dann im Plenum.

 

Der sog. „Testing-Effekt“ ist wissenschaftlich in zahlreichen Studien belegt worden: Weil das Gedächtnis aktiv werden muss, um Wissen zu vernetzen und seine „Wissenspfade“ zwischen Informationen zu stärken, sind Wissensabfragen effizienter als die Wiederholung von Inhalten. Deshalb setze ich in meinen Workshops viele kurze oder auch umfangreiche Wissensabfragen ein. Diese können mündlich sein, z. B. in der Form der Think-Pair-Share-Methode, oder aber schriftlich, z. B. in der Form eines Minute Papers.

Die Intuition ist nicht unbedingt ein guter Kompass bei der Wahl von Lehrmethoden. Meistens basiert Lehre auf der Vorstellung, dass der kürzeste Weg zur richtigen Antwort gefunden werden muss.

Allerdings gilt:

Conditions that maximize performance in the shorter term may not necessarily be the ones that maximize learning in the longer term.

(Kapur & Bielaczyc, 2012, S. 78)

Die Forschung zeigt tatsächlich, dass es sehr lernförderlich sein kann, etwas vorhersagen zu müssen oder eine falsche Antwort auf eine Frage zu geben. Ich lasse die Lernenden deshalb gerne etwas vorhersagen, um Erinnerung und Verständnis zu stützen. Bei komplexeren Inhalten setze ich auch das „Produktive Scheitern“ ein.

Im selbstregulierten Lernen ist Reflexion essenziell. Das Verfassen von Lerntagebüchern ist z. B. sehr lernförderlich und motivierend. Nur durch Reflexion können persönliche Bedürfnisse und Vorlieben aufgedeckt werden, welche die Wahl von konkreten Lernstrategien und die Gestaltung der Lernumgebung bestimmen. Ich lege deshalb großen Wert auf Reflexion. Diese muss zwangsweise in Einzelarbeit stattfinden, jedoch ergeben sich aus einer Reflexionsaufgabe oft sehr spannende Diskussionen im Plenum.

Digitale Medien können in Präsenzveranstaltungen einen großen Mehrwert haben. Wenn es didaktisch sinnvoll ist, setze ich gerne Tools wie Tweedback, Socrative, easyfeedback oder uploadfiles ein. Diese DSGVO-konformen Tools eignen sich zur Erstellung von Quizzen und Umfragen erstellen, zur Sammlung von Ideen und zur einfachen Präsentation der Ergebnisse von Gruppenarbeiten.

Ganz ohne Vorträge sind Präsenztermine nicht machbar. Ich achte jedoch darauf, dass ich nicht länger als 10 oder maximal 20 Minuten am Stück vortrage. Ich nutze gerne PowerPoint oder Prezi, um meine Vorträge zu begleiten, schalte den Beamer aber auch aus, wenn die Präsentation unnötig wird – das minimiert Ablenkungen.

Da ich gerne eine Bandbreite von Ideen und Impulsen vorstelle, gerade was Lern- oder Zeitmanagementstrategien angeht, setze ich gerne einen Markt der Ideen ein. Anregendes Material zu unterschiedlichen Strategien wird im Raum verteilt, die Lernenden können sich je nach Interesse mit den “Stationen” beschäftigen und dokumentieren ihre Erkenntnisse auf einem Arbeitsblatt. Das Feedback zu dieser Methode was bisher immer uneingeschränkt positiv.

Sind Sie neugierig geworden?

Wünschen Sie sich andere Inhalte, Formate oder Methoden als die hier aufgeführten? Ich bin offen für Ihre Wünsche. Schicken Sie mir einfach eine Anfrage.

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